An jedem Preis in Tulz steht, ob er netto oder brutto gemeint ist – bei Bestellungen, am Werkzeug, bei Prüf- und Reparaturkosten, Leihgebühren, der Werkzeugpauschale und in allen Auswertungen. Gespeichert wird immer netto; Sie legen einmal fest, wie Preise eingegeben und angezeigt werden.

Netto oder brutto?
- Netto (empfohlen) – für Betriebe mit Vorsteuerabzug, also fast alle Werkstätten. Die Umsatzsteuer holen Sie sich vom Finanzamt zurück, Werkzeuge stehen netto im Anlagevermögen. Und nur mit einheitlichen Nettopreisen sind Werkzeugwert, Bestellsummen und Kosten je Einsatz vergleichbar.
- Brutto – für Kleinunternehmer (§ 19 UStG) ohne Vorsteuerabzug: Für sie ist der Bruttopreis der echte Preis.
Einstellen – Schritt für Schritt
- Verwaltung → Einstellungen, Reiter Betrieb, Abschnitt Preise → Preise einstellen.
- Netto oder Brutto wählen.
- Den USt.-Satz prüfen – vorgeschlagen ist der Satz aus dem Land Ihrer Rechnungsanschrift, in Deutschland 19 %.
- Speichern. Umschalten geht jederzeit und ändert keine gespeicherten Werte, nur Eingabe und Anzeige.
Bruttopreis aus dem Shop eintragen
Viele Webshops zeigen Bruttopreise. Neben jedem Preisfeld steht deshalb der Knopf Brutto umrechnen: Bruttopreis eintragen, antippen – Tulz rechnet ihn mit dem USt.-Satz in netto um und zeigt darunter z. B. „24,67 brutto = 20,73 netto“. Rückgängig stellt den eingetippten Wert wieder her. Wer brutto erfasst, sieht stattdessen Netto umrechnen.

Bestellungen
Jede Bestellung hat einen eigenen USt.-Satz – vorgeschlagen ist der des Betriebs, 0 % passt z. B. beim Lieferanten aus dem EU-Ausland. Unter den Positionen stehen Summe netto, die Umsatzsteuer und die Summe brutto wie auf der Rechnung des Lieferanten. Beim Wareneingang bekommt das neue Werkzeug den Preis der Position. Ist schon etwas geliefert, bleibt der Satz der Bestellung fest.

Nach dem Update: bisherige Preise
Bis Version 2.83 stand an keinem Preis, ob er netto oder brutto gemeint war. Tulz behandelt alle bisherigen Preise als netto und fragt einmal nach – oben auf der Übersicht steht Netto oder brutto? mit dem Link Jetzt festlegen:
- Netto – so lassen, wenn Sie bisher Nettopreise eingetragen haben. Es ändert sich nichts.
- Brutto – in netto umrechnen, wenn Sie bisher Bruttopreise eingetragen haben. Tulz teilt alle bisherigen Preise einmal durch 1,19 (bzw. Ihren Satz): Anschaffungspreise, Bestellpositionen, Prüf- und Reparaturkosten, Leihgebühren, Werkzeugpauschalen und Werkzeuge im Papierkorb. Vorher zeigt die Seite, wie viele Preise es sind, mit Beispielen. Bestellungen mit 0 % bleiben, wie sie sind, Kautionen auch.
- Teils netto, teils brutto? Dann Netto – so lassen wählen und die Bruttopreise einzeln korrigieren – mit Brutto umrechnen neben dem Feld.
Die Umrechnung lässt sich auf derselben Seite rückgängig machen. Preise, die seither geändert wurden, bleiben dabei, wie sie sind.
Versehentlich Netto – so lassen gewählt? Unter Einstellungen → Preise steht dann Doch brutto? Frage wieder öffnen – danach lässt sich umrechnen. Preise, die Sie seit der Umstellung eingetragen haben, würden dabei mit umgerechnet.
Import, Export und Schnittstelle
- CSV-Import und Export: Die Spalte heißt Anschaffungspreis (netto) bzw. (brutto). Beim Import rechnet Tulz passend um; ohne Zusatz gilt die Einstellung. Der Umstiegs-Assistent erkennt „brutto“, „inkl. MwSt.“, „netto“ oder „EK“ in der Spaltenüberschrift.
- Auswertungen, Monatsbericht und Exporte zeigen alle Beträge in Ihrer Einstellung – dabei steht „Alle Beträge netto.“ bzw. „brutto“.
- Die Schnittstelle liefert Beträge immer netto;
GET /api/auftrag/{nr}nennt zur Werkzeugpauschale zusätzlich brutto und den USt.-Satz.
Wer es einstellt
Administratoren der Zentrale (Recht Einstellungen ändern).
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