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Kfz-Werkzeugverwaltung oder allgemeine Inventarsoftware?

Inventarsoftware erfasst alles, was ein Betrieb besitzt. Eine Werkzeugverwaltung für Kfz-Werkstätten kennt OEM-Nummern, Sätze und Prüffristen.

3 Min. Lesezeit · Stand

Kurz gesagt

Allgemeine Inventarsoftware ist für alles gemacht, was ein Betrieb besitzt: Laptops, Möbel, Maschinen, Fahrzeuge. Eine Werkzeugverwaltung für Kfz-Werkstätten ist enger, geht dafür tiefer: Sie kennt die Nummern aus der Reparaturanleitung, Werkzeugsätze mit Einzelteilen und die Fristen der Prüfmittel. Wer vor allem Werkstattwerkzeug verwaltet, ist mit der spezialisierten Lösung schneller am Ziel.

Was allgemeine Inventarsoftware gut kann

  • Alles an einem Ort: IT, Büroausstattung, Maschinen, Fuhrpark und Werkzeug in einer Liste.
  • Zuordnung zu Personen und Räumen: Wer hat welches Gerät, was steht in welchem Raum.
  • Inventur per Barcode: Bestand zählen und mit der Liste abgleichen.
  • Anlagenwerte: Anschaffung, Abschreibung, Restwert für die Buchhaltung.

Für einen Betrieb, der vor allem Büro- und IT-Ausstattung verwaltet, ist das genau richtig.

Was Kfz-Werkstätten zusätzlich brauchen

Spezialwerkzeug ist kein Laptop. In der Werkstatt kommen Anforderungen dazu, die allgemeine Lösungen meist nur über Umwege abbilden:

  • Mehrere Nummern je Werkzeug: Die Reparaturanleitung nennt die OEM-Nummer, die Rechnung die Artikelnummer des Lieferanten, das Werkzeug trägt die Nummer seines Herstellers. Gesucht wird mit jeder davon.
  • Fahrzeuge und Motorcodes: Welches Arretierwerkzeug passt zu welchem Motor?
  • Werkzeugsätze mit Einzelteilen: Ein Satz hat eine Inhaltsliste und wird bei der Rückgabe auf Vollständigkeit geprüft.
  • Prüfmittel: Drehmomentschlüssel und Messgeräte brauchen Intervall, Protokoll und Kalibrierschein.
  • Ausgabe in Sekunden: gebucht am Fahrzeug, mit Auftragsnummer und Begleitschein für mehrere Werkzeuge.
  • Lagerplätze bis zur Schublade: damit jedes Werkzeug zurück an seinen Platz kommt.
  • Standorte und Partner: In Autohaus-Gruppen zeigt eine Suche alle Häuser, befreundete Betriebe leihen sich Spezialwerkzeug.

Der Vergleich im Überblick

AnforderungAllgemeine InventarsoftwareKfz-Werkzeugverwaltung
Laptops, Möbel, Fuhrparkjanein oder nur am Rand
Mehrere Nummern je Werkzeugmeist ein Feld, Rest als NotizOEM, Hersteller, Lieferant, EAN
Fahrzeug und Motorcodeseltenja
Sätze mit EinzelteilenseltenInhaltsliste und Vollständigkeit
Prüffristenteils als WartungsterminIntervall, Protokoll, Kalibrierschein
Ausgabe am FahrzeugZuordnung zur PersonScan, Rückgabedatum, Begleitschein
Anlagenwertejaje nach Lösung

Wann Inventarsoftware die bessere Wahl ist

  • Der Großteil des Bestands ist Büro- und IT-Ausstattung, Werkzeug ist Nebensache.
  • Die Anlagenbuchhaltung steht im Vordergrund, nicht der Alltag in der Halle.
  • Es gibt kaum Spezialwerkzeug und keine Prüfmittel mit Nachweispflicht.

Beides lässt sich auch kombinieren: die Werkzeugverwaltung für die Werkstatt, die Inventarsoftware für den Rest. Ein Export als CSV- oder Excel-Datei reicht meist, um Anlagenwerte an die Buchhaltung zu geben.

Häufige Fragen

Ist eine Werkzeugverwaltung eine Inventarsoftware?

Im weiteren Sinn ja, aber eine spezialisierte. Sie verwaltet wiederverwendbares Werkzeug mit allem, was in der Werkstatt dazugehört: Ausgabe, Rückgabe, Lagerplatz, Nummern, Sätze und Prüffristen.

Kann eine Werkzeugverwaltung auch Verbrauchsmaterial verwalten?

Verbrauchsmaterial wie Schrauben, Öl oder Reinigungsmittel gehört meist in die Warenwirtschaft. Eine Werkzeugverwaltung kümmert sich um Werkzeug, das zurückkommt. Manche Lösungen geben Sammelartikel wie Steckschlüssel stückweise aus.

Lassen sich beide Programme parallel nutzen?

Ja. Viele Betriebe führen das Werkstattwerkzeug in der Werkzeugverwaltung und die übrige Ausstattung in der Inventarsoftware. Wichtig ist nur, dass jedes Werkzeug an genau einer Stelle gepflegt wird.

So geht das mit Tulz

Tulz ist auf Kfz-Werkstätten zugeschnitten: beliebig viele Nummern je Werkzeug, Fahrzeuge mit Motorcode, Werkzeugsätze mit Inhaltsliste, Prüfmittel mit Protokoll, Ausgabe per Scan und Lagerplätze bis zur Schublade. Anschaffungspreis und Restwert stehen am Werkzeug, der Export geht als CSV oder Excel an die Buchhaltung. Autohaus-Gruppen sehen alle Standorte, und im Werkstatt-Verbund leihen sich befreundete Betriebe Spezialwerkzeug.

Anleitungen im Hilfe-Center: Sonderwerkzeug mit mehreren Nummern · Werkzeugsätze · Anschaffung, Restwert und Werkzeugkosten · Standorte

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